Unbetitelt (in Bearbeitung)
Der von monatelangen Dreck verschmutzte Spiegel verzerrte mein lebloses, karges Gesicht im schwachen - fast totgesagten Schein - der Lampe. Die vom winterlichen Wind durch das kaputte, offene Badfenster wie ein zu unrecht Gehängter in einem Wild West Film hin und her wog. Gedankenfetzen mit der Frage, ob diese real, oder irreal sind, beherrschten mein Chaos im Kopf. Ich stützte meine Arme kraftlos auf das Waschbecken. Schaute tief in meine dunklen, vertrockneten Blut verschmierten Augen. Immer tiefer, um Antworten zu finden. Auf die Fragen, die ich nicht beantworten konnte. Oder vor Angst nicht wollte.Was war mit mir geschehen? Woher kommt das Blut, das meinen ganzen Körper bis tief in meine Zellen Besitz von mir ergriff und somit ein Teil von mir wurden? Woher stammte das Blut? Ich konnte mich an nichts erinnern. Mein Kopf war leer. Ich begann am ganzen Körper zu zittern. Angst erfüllte meinen Geist. Voller hast begann ich den Lebensaft, der nun zum Zeichen des Todes geworden ist, abzuwaschen...